Die Wettervorhersage machte die Tourplanung „spannend“. Nachdem ursprünglich ein eher regnerischer Tag prognostiziert wurde, konnte man am Vortag stündlich bessere Meldungen bis hin zu Sonnenschein vernehmen. Entsprechend spontan bildete sich somit dieses Jahr das Fahrer- und Fahrerinnenfeld der Altötting-Radler. Um der letzten Regenwolke im Rottal zu entgehen, startete die Tour dann eine Stunde später als gewöhnlich. Um 8 Uhr traf man sich, um die Strecke in den Marienwallfahrtsort zu bewältigen. Und zur Überraschung aller war das Teilnehmerfeld mit 15 Teilnehmenden doch stark.
Insgesamt rund 105 km warteten auf die Zweiradler – hinwärts zunächst von Bad Birnbach aus über Pfarrkirchen, Tann, Zeilarn in Richtung Inn und weiter über Neu- nach Altötting. Der alters- und geschlechtsmäßig bunt gemischten Gruppe wurde letztlich ein Sonne-Wolken-Mix (ohne einen einzigen Regentropfen) beschert. Der Wind wehte indes lebhaft. Dank göttlichem Beistand meistens von der Seite und nicht frontal von vorne. Dennoch kontinuierlich den ganzen Tag, was die Tour herausfordernd machte. Den Kapellplatz in Altötting erreichten wir pünktlich um 11 Uhr. Man genoss die einstündige „Tretpause“. Cafés luden zum Rasten und Stärken ein. Für das seelische Wohl wurde beim Gang in die Gnadenkapelle gesorgt. Gleich nach dem Mittagssegen und dem Gruppen-Beweis-Foto, ging es wieder in die Sättel und auf zum nächsten, nicht unwichtigen Etappenziel: das Mittagessen beim Huberwirt in Erlbach (SC-Stammwirt seit über 20 Jahren). Vorbei an den Mühlen bei Reischach und hoch den letzten Berg, wurden wir wieder gut versorgt für die Schlussetappe. Über Hickerstall, Wurmannsquick, Langeneck und Postmünster (ab dort dann endlich mit Rückenwind) empfing uns das Via Mar zur „Abschlussbelohnung“.
6 Stunden reine Sattelzeit und gut 800 Höhenmeter waren das Resultat des Vatertags. Obwohl eine Stunde später gestartet, waren wir nur eine halbe Stunde später zurück in Bad Birnbach. Nicht auszumalen, wann wir schon da gewesen wären, wenn wir ausschließlich Rückenwind gehabt hätten…! Glockenschlag 17 Uhr zurrten wir die Drahtesel vorm Via Mar fest. Der harte Sattel wurde gegen bequeme Stühle eingetauscht; Energieriegel und Bananen wichen nun Torten und Apfelstrudel. Auch die Wahl der Getränke veränderte sich – aber wer kann schon den ganzen Tag nur Wasser trinken?!
Besonders hervorzuheben war der überdurchschnittlich hohe Damenanteil in diesem Jahr. Und auch die E-Bikes ziehen immer mehr ein: 7 von 15 Teilnehmern waren mit elektrischer Unterstützung am Start. Aber 105 km sind mit Bio- oder E-Bike immer eine Herausforderung Respekt auch an die „Erstberadler“. Anstrengend, aber schön war es wieder. Und so freut man sich schon jetzt wieder auf das nächste Jahr, wenn es am Vatertag wieder (wie immer) nach Altötting geht.
