Radwallfahrt am Vatertag

Berichte

Wie bereits seit 36 Jahren (seit 1988!) so fand auch heuer an Christi Himmelfahrt, dem 9. Mai, die traditionelle Radwallfahrt des Skiclubs nach Altötting statt.

Rekordverdächtige 20 Teilnehmer*innen machten sich auf die mit ca. 105 km Gesamtstrecke längste und wohl auch härteste Radtour des Sommers. Frühmorgens um 7 Uhr ging es von Bad Birnbach aus über Pfarrkirchen, Tann, Zeilarn in Richtung Inn und weiter über Neu- nach Altötting. Perfektes Radlwetter war der altersmäßig bunt gemischten Gruppe beschert und die Laune war daher bestens. Eine kleine Umleitung sorgte auf dem Hinweg für ein bisschen „Mountainbiketourflair“ – durch verlassene und abschüssige Waldschluchten bahnte man sich den Weg Richtung Inn. Wie im Flug verging die Hinfahrt. Am Kapellplatz in Altötting war man gegen 10 Uhr, pünktlich zur Feiertagsmesse, angekommen. Der Geruch von Weihrauch wies einem die letzten Meter ins Ziel – ein Glücksgefühl machte sich bei allen breit. Schnell wurde „abgesattelt“ und die 1 ¼-stündige Pause genossen. Die einen machten es sich in einem Café gemütlich, andere auf Park- oder Kirchenbänken. Körperlich als auch seelisch wieder gestärkt (manche vielleicht die ein oder andere Sünde leichter), ging es nun wieder in Richtung Heimat zum Mittagessen beim Huberwirt in Erlbach (da sind wir seit über 20 Jahren „Stammkunden“ am Vatertag). Dieses musste noch ein bisschen verdient werden, denn erst eine leichte, dann eine deutliche Steigung auf dem Weg zum Wirt sorgten für den richtigen Appetit.

Gemütlich unter Kastanien genossen die Radler*innen ihr Mahl und das ein oder andere isotonische Getränk, um bereits gefürchtete Steigungen im unmittelbaren Anschluss daran bewältigen zu können. Erlbach scheint echt ein Bergdorf zu sein 😉 Weiter ging die Reise über Wurmannsquick, Langeneck, Postmünster und dann auf dem Radweg heim nach Bad Birnbach.

Nach rund 6 Stunden reiner Sattelzeit und gut 800 Höhenmeter später, erreichte man gegen 16:27 Uhr das ViaMar zur Endeinkehr. Nochmal wurden geschundene Glieder auf bequemere Sessel verfrachtet und kühle Getränke in noch „glühende“ Radlerkörper verabreicht. Ein Kuchen durfte nicht fehlen, wohlverdient versteht sich!

Alle waren sich einig; a Schinderei is scho, aber schee wars halt a. Und natürlich auch beglückend, wenn man so eine „Grenzerfahrung“ mitgemacht. Drei „Novizen“ (2 weiblich, 1 männlich) waren auch dabei und haben es trotz so mancher „Warnungen“ im Vorfeld und auswendig gelernter Bahn-Fahrpläne für die Strecke Altötting – Bad Birnbach (sog. Plan B) „locker“ hin- und zurück geschafft. Trauts eich, mit göttlichem Beistand wird des scho! Nächste Chance: nächstes Jahr, gleicher Tag, gleiche Zeit – wie in den letzten 36 Jahren.

 

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